JayLoaufRömö

Tipps für den Alltag

 

Hier finden Sie einige Tipps, die Ihrem kranken (oder alten) Hund den Alltag erleichtern sollen sowie einige Informationen zur Vorbeugung von Gelenkproblemen.

Kurz vorab…

Jeder Hund ist anders und jedes Krankheitsbild ist anders. Hunde sind „hart im nehmen“, wenn es um Schmerzen geht. Deswegen gilt es Ihren Hund sehr genau zu beobachten. (Verweigert er gewohnte Bewegungsabläufe? Läuft er komisch? Schleifen die Pfoten? – siehe dazu auch hier).

Bitte konsultieren Sie im Zweifelsfall Ihren Tierarzt! Je früher eine Erkrankung erkannt wird, desto erfolgversprechender ist die Behandlung.

achten Sie im Haus darauf, dass…

  • Sie Ihren Hund möglichst wenig Treppen laufen lassen (eventuell ein Treppenschutzgitter verwenden).
  • Sie Ihren Hund Treppen kontrolliert laufen lassen, d.h. den Hund z. B. durch ein Brustgeschirr bremsen (vor allem die Abwärtsbewegung beim Treppenlaufen werden Vordergliedmaßen und Wirbelsäule stark belastet)
  • beim Aufwärtsgehen können schwere Hunde oder Hunde mit einer Hinterhandschwäche durch ein Handtuch oder mit einem entsprechenden Geschirr unterstützt werden.
  • Sie bei rutschigen Böden  (Fliesen, Parkett, Laminat) eventuell rutschfeste Brücken/Schmutzfangmatten auslegen.
  • Sie ihrem Hund einen gepolsterten Schlafplatz anbieten, in dem er sich ausgestreckt hinlegen kann mit breiten Rändern (als Stütze für Kopf und Rücken – kommt jedoch auch sehr auf den Hund an, da manche lieber auf den kalten Fliesen liegen).
  • der Futterplatz erhöht sein sollte (höhenverstellbarer Futternapf) → Entlastung der Vorderbeine und Wirbelsäule.

bei Spaziergängen

  • bei gehandicapten Hunden lieber öfters kurze Spaziergänge ( z. B. 4 – 5 mal am Tag 15 –  30 Minuten, je nach Belastbarkeit)
  • Spaziergang durch kleine Übungen und/oder Schnüffelspiele interessant gestalten
  • ausreichend Pausen einlegen
  • weiche federnde Untergründe benutzen (Wald- und Wiesenwege sind besser als Asphalt)
  • schwimmen gehen oder durch niedriges Wasser laufen lassen (auf die Wasser- und Lufttemperatur achten – nicht im Winter!)
  • bei kalten Aussentemperaturen einen wasserdichten Mantel benutzen  (vor allem kurzhaarige Rassen ohne Unterwolle sollten einen Mantel benutzen)
  • am Rad laufen oder joggen lassen (nur ganz langsam steigern, z. B. Beginn mit max. 500 m, dann kontinuierlich steigern, so dass er nach einigen Wochen max. 30 Min. am Rad läuft. Gesunde Hunde max. 45 Minuten; dabei locker traben lassen, nicht galoppieren; genügend Pausen einplanen)

Ernährung

  • Gewichtsreduktion (Idealgewicht: deutliche Taille, Rippen spürbar)
  • bei Leckerchen auf Inhaltsstoffe achten, häufig enthalten diese Zucker!
  • eventuell Ernährungsumstellung, z. B. Barf (hier sollte man sich jedoch vorab sehr gut informieren, besser noch einen Ernährungsberater hinzuziehen)
  • auf Verdauungsprobleme achten: ständiger Durchfall, Blähungen, sehr große Stuhlmengen sind nicht normal und häufig ein Hinweis für Fehlernährung! 
  • erhöhter Futter- und Trinknapf (entlastet die Vorderbeine und den Rücken)

Tipps für Hunde im Wachstum

(damit es, wenn möglich, gar nicht zu Problemen kommt)

  • Den Welpen bitte nicht überlasten (Faustregel 1 Minute pro Lebenswoche oder 5 Minuten pro Monat), besonders bei größeren Rassen sollte hierauf geachtet werden
  • Beginnen Sie mit Hundesport, wie z.B. Flyball  erst nach Abschluss des Wachstums 
  • Muskelaufbau durch Schwimmen
  • Joggen oder am Rad laufen erst nach Abschluss des Wachstums und dann auch erst langsam Aufbauen
  • achten Sie, besonders bei großwachsenden Rassen auf Lahmheiten, denn sie leiden häufig unter Wachstumsstörungen, wie z. B. OCD.

wenn Rückenproblem vorliegen (z. B. Bandscheibenvorfall)

  • meiden Sie Sprünge (ins Auto oder aus dem Auto, aufs Sofa, zur Begrüßung etc.)
  • Männchenmachen im Sitz oder im Stand
  • Rückenklopfer als Belohnung
  • richtiges Heben des Hundes (NICHT mit einer Hand unter dem Brustkorb hochziehen, sondern eine Hand zwischen den Vorderläufen und eine Hand stützt den Po)
  • Abrupte Bewegungen (Toben, Zerren, Ballspielen meiden bis der Tierarzt / Therapeut das o. K. hierzu gibt)
  • Hundesport, wie z.B. Agility, Flyball etc. meiden (Alternative bieten: Suchspiele, Nasenarbeit, Reha-Sport mit Parcours im Schritt und ohne Sprünge)

Hilfsmittel:

  • Einstiegshilfe für das Auto
  • Hocker als Stufe vor das Sofa
  • Gut sitzendes Brustgeschirr (vor allem bei Probleme der Halswirbelsäule) 
  • Hundemantel
  • Maßgefertigte Orthesen
  • Hundeexpander (z.B. von Biko)
  • Tiffy’s Tasche zur Unterstützung beim Gehen
  • Hunderollstuhl

 

Hundephysiotherapie rehadogs – Hundekrankengymnastik für Rheine und Umgebung